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Kosten einer Scheidung in Östereich

Eine Scheidung ist nicht nur eine emotionale Angelegenheit, sondern auch mit bestimmten Kosten verbunden. Diese können, je nach Verlauf und Art der Scheidung, in Österreich unterschiedlich hoch ausfallen.

Bei der Planung der Trennung sollten allem auch Dinge, die die Zukunft der Beteiligten betreffen berücksichtigt werden, wie Ehegattenunterhalt oder die Aufteilung des ehelichen Vermögens. Auch wenn es keine Unklarheiten oder Uneinigkeit unter den künftig Geschiedenen gibt, ist es ratsam, einen Scheidungsanwalt zu Rate zu ziehen. Dieser kann Sie in einem Erstgespräch über Ihre Rechte und Pflichten aufklären. Durch Unwissenheit können leicht Fehler entstehen die grosse finanzielle Auswirkungen nach einer gerichtlichen Entscheidung haben.

Kosten für eine Scheidung in Österreich

Wie hoch der finanzielle Aufwand für eine Trennung letztendlich sein wird, ist von mehreren Faktoren abhängig und in vielen Fällen nicht eindeutig vorhersehbar. Folgende Fragen sind deshalb hilfreich, um ungefähr zu wissen, wie hoch die Ausgaben für das Scheidungsverfahren sein werden:

  • Wie hoch sind die Gebühren die gegenwärtig in Österreich für eine Scheidung anfallen?
  • Wird eine Liegenschaft, also ein Haus, eine Wohnung oder eine andere Art von Wohnsitz übertragen?
  • Ist die Scheidung einvernehmlich oder strittig?
  • Gibt es Unklarheiten oder Unstimmigkeiten zu Angelegenheiten wie Gütertrennung, Unterhalt oder Alimente?
  • Sind Folgeprozesse zu erwarten?
  • Wird ein Anwalt herangezogen?
  • Welche Dienstleistungen stellt der Anwalt zur Verfügung?
  • Aus welchen Faktoren setzt sich das Honorar des Anwalts zusammen?

Diese Angelegenheiten sollten bereits vor den eigentlichen Scheidungsverfahren geklärt werden. So kann man ein Bild davon bekommen, wie hoch der finanzielle Aufwand werden wird um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Verschaffen Sie sich Klarheit und Gewissheit im Erstgespräch

Jeder Scheidungsfall ist individuell und eine falsche Vorgangsweise oder Entscheidung kann große rechtliche und finanzielle Konsequenzen haben  (Unterhaltszahlungen, Vermögensaufteilung, Sorgerecht etc.). Im Vergleich dazu sind die Kosten einer Rechtsberatung minimal. Lassen Sie sich zumindest in einem Erstgespräch über Ihre persönliche Situation beraten.

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Basiskosten für eine Scheidung in Österreich 2017

Bestimmte Bearbeitungsgebühren werden bei jeder Art von Scheidung fällig. Bei einer einvernehmlich Scheidung sind Sie in der glücklichen Situation, sich mit Ihrem zukünftigen Ex-Partner über die Trennung und im Idealfall sämtliche damit verbundene Faktoren vollkommen einig zu sein. Im Falle der strittigen Scheidung werden durch etwaige Konflikte und Unstimmigkeiten voraussichtlich auf eine teuere Scheidung hinauslaufen werden. So oder so müssen Sie mit bestimmten Unkosten für die Bearbeitung und das Gerichtsverfahren rechnen

In Österreich fallen 2017 folgende Gebühren für ein Scheidungsverfahren an:

  1. Pauschalgebühr für den Scheidungsantrag, sowie die Gerichtsverhandlung: 279€
  2. Scheidungsvergleich: 279 €
  3. Übertragung einer Liegenschaft (falls erforderlich): 418€

Sollte einer oder beide der Ehegatten weniger als 13.244 € im Jahr verdienen und sein Vermögen 4.144 € nicht übersteigen, so wird derjenige von den Kosten befreit.

Dies sind allerdings lediglich die Basiskosten. Wenn es sich um eine strittige Scheidung handeln sollte, das mit langwierigen Gerichtsverhandlungen und den Einsatz eines oder mehrere Anwälte verbunden ist, wird der finanzielle Aufwand höher sein.

Ein Scheidungsvergleich, der für alle Beteiligten zufriedenstellend ist und in der beide Eheleute zu ihrem Recht kommen, stellt eine Investition für Ihre weitere Zukunft dar und sollte das Ziel einer jeden Trennung sein.

Kosten für einen Scheidungsanwalt

Wenn man für eine Scheidung einen Anwalt zu Rate zieht, so ist es angeraten, beim ersten Gesprächstermin abzuklären, aus welchen Faktoren sich dessen Honorar zusammensetzt. Wie hoch die Bezahlung für die Dienstleistungen letztendlich ausfallen werden, ist unter anderem von den folgenden Faktoren abhängig:

  •     Höhe des Streitwertes
  •     Art der Dienstleistungen
  •     Etwaige Komplikationen bei der Errichtung des Scheidungsvergleiches
  •     Zeitaufwand
  •     Arbeitsumfang
  •     Art der Scheidung (strittig oder einvernehmlich?)
  •     Gibt es Folgeprozesse, in die der Anwalt involviert ist?

Dazu muss man noch 20% Umsatzsteuer und Barauslagen dazurechnen.

Der Streitwert

Der Streitwert ist ein Betrag, der als Bemessungsgrundlage für das Honorar des Anwaltes dient. Je höher der Streitwert, desto mehr wird für die einzelnen Dienstleistungen berechnet. Der Streitwert wird von einem Tarif festgesetzt und beträgt für strittige Scheidungsverfahren derzeit 4360 €. Sind weitere Vermögenswerte im Spiel, wie etwa Liegenschaften, finanzielle Rücklagen etc., so erhöht sich der Streitwert dementsprechend.

Strittig oder einvernehmlich?

Die Höhe des Anwaltshonorars ist bei einer einvernehmlichen Scheidung noch relativ gut abschätzbar, da in diesem Fall in der Regel lediglich eine Gerichtsverhandlung notwendig ist.Im Falle einer strittigen Ehescheidung gestaltet sich die Berechnung des voraussichtlichen Honorars für den Anwalt möglicherweise komplizierter. Denn hier ist der Verlauf nicht eindeutig vorhersehbar, da es zu mehreren Gerichtsverhandlungen, Folgeprozessen, Rechtsmitteln gegen die Gerichtsentscheidung etc. kommen kann. Der Arbeitsaufwand des Rechtsbeistandes wird dadurch dementsprechend größer.

Sollte es voraussichtlich zu Folgeprozessen wie Unterhaltsprozessen oder gerichtliche Verfahren zur Angelegenheiten wie Obsorge oder Vermögensaufteilung kommen, ist es ratsam, gemeinsam mit dem Anwalt einen fixen Streitwert festzulegen. In manchen Fällen kann man ein Pauschalhonorar für dessen Dienstleistungen aushandeln.

Der Sieger des Prozesses hat die Möglichkeit, das Honorar, das für den Anwalt aufgewendet wird, von der Gegenseite erstattet zu bekommen. In Österreich besteht zudem die Möglichkeit, Antrag auf Verfahrenshilfe zu stellen oder einen Prozesskostenzuschuss zu erwirken, wenn man die finanziellen Mittel alleine nicht aufwenden kann.

Gibt es Unstimmigkeiten und Konflikte zwischen den Beteiligten, kann eine Scheidung zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Die finanziellen Streitigkeiten können sich auch auf die Zukunft auswirken, wenn man bei Dingen wie Unterhalt oder Vermögensaufteilung zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis kommt. Durch sorgfältige Planung und die Unterstützung eines fähigen Anwalts, können Sie Ihre Chancen vergrößern, beim Scheidungsvergleich Ihre Rechte durchzusetzen.


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